Donnerstag, 15. August 2019

Hochalmspitze

Kurz nach halb sieben starten wir (Leo, Stefan, Konni und ich) am Parkplatz unterhalb des Gösskarspeichers auf 1660m Seehöhe. Bis zur Gießenerhütte wandern wir am gut ausgebauten Schotterweg. Nach kurzer „Bananenpause“ nehmen wir den nordwärts führenden Steig den Gipfel immer direkt vor uns.


Gießener Hütte mit "Tauernkönigin"

 
Bei der ersten Kreuzung biegen wir nach Nordwesten Richtung Schneewinkelscharte ab. Zuerst recht flach, wird der Weg unterhalb der Scharte immer steiler. Nach gut zwei Stunden erreichen wir den Grat mit traumhafter Aussicht.



Schneewinkelscharte - Blick zum Großglockner

Über teilweise große Felsblöcke geht es nun weiter über die Winkelspitze bis wir das Trippkees unter und sehen. Hier beginnt ein neuer, luftiger Klettersteig, sodass man nicht über den steilen Gletscher queren muss. Nach etwas mehr als vier Stunden stehen wir am Gipfel.Es ist fast windstill und angenehm warm, über den Gipfeln beginnen sich erste Wolken zu bilden.


Klettern mach Spass

Luftige Kletterei am Detmolder Grat
Blick nach Westen
Gipfelselfie
Nach der Gipfelrast steigen wir nach Südosten zu den „Steinernen Mandln“ ab. Der Abstieg vom Grat bis zum steilen Schneefeld darunter ist wieder mit Stahlseilen gesichert. Wir legen Steigeisen und überwinden problemlos das Schneefeld. Danach nützen wir einige weitere Schneefelder für den flotten Abstieg aus, nur die letzten 500 hm bis zur Gießener Hütte wandern wir am markierten Weg südwärts.
 
Steinerne Mandln

Stefan am Hochalmkees
Die letzten Meter bis zum steilen Schneefeld

Nach gemütlicher Einkehr und Elektrolytzufuhr geht es hinab zum Parkplatz, wo wir kurz nach vier aus den Bergschuhen steigen.

Freitag, 9. August 2019

Ojstrica

Über den Paulitschsattel gelangen wir nach Slowenien, ins Logartal, wo wir auf gut ausgebauter Straße bis zu einem Parkplatz beim "Dom Planicev". Wenige hundert Meter wandern wir flach taleinwärts, dann wird das schattige Steiglein immer steiler. Bis zur "Koca na Klemenci jami" sind es 400 hm, hier gibt es einen Brunnen mit herrlich kühlem Bergwasser. In südöstlicher Richtung, noch immer im kühlen Wald, passieren wir eine Felswand, bevor wir die Abzweigung zum Sattel "Skrbina" erreichen. Bis auf diesen Sattel wandern wir im Schatten, doch ab jetzt wird es warm.
Traumwetter

einige gesicherte Stellen

Wir pausieren kurz und legen uns Klettersteigset an. Der, an einigen Stellen mit Stahlstifen und Seilen gesicherte Weg, führt in südwestlicher Richtung bis zu einer Scharte. Hier wechselt der Weg wieder auf die Westseite des Gipfels (wir schauen wieder hinab ins Logartal). Der Aufstieg zum Gipfel selbst dauert nur noch ein paar Minuten. Es gibt kein Gipfelkreuz, aber es sind an diesem wolkenlosen Freitag schon etliche Wanderer unterwegs (es gibt auch von Süden zwei Wege auf diesen imponierenden Berg). 

Ojstrica Gipfel






Wir genießen den Rundumblick, ich lass mein völlig verschwitztes T-Shirt von der Sonne trocknen. Nach ausgiebger Pause machen wir uns wiedera auf den Weg. Wir steigen nach Südosten ab und wandern weiter zum Sattel "Skarje" (50m Gegenansteig). Von hier geht es zuerst in nördlicher Richtung steil hinab, dann wendet sich der Weg nach NW.  Um eins kehren wir bei der anfangs erwähnten "Koca" ein. (Pasta mit Bohnen, Schwammerlsuppe, Lasko Pivo). Gestärkt gehts zurück zum Parkplatz, um halb fünf sind wir in Klagenfurt.

Sonntag, 4. August 2019

Creta Grauzaria

Wir starten kurz nach sieben vom "Case Stallon del Nanghet Parkplatz" im nörlichen Aupatal. Es ist frisch vom nächtlichen Regen, wir wandern zügig in Richtung der Schutzhütte "Rifugio Grauzaria", die wir ziemlich genau nach einer Stunde passieren. 
beeindruckende Aussichten zur "Creta"

mühsamer Weg zur Forcella Portonat

Schon fast ganz oben...

Ab jetzt wird der Weg zusehends steiler und führt nun  südwärts, teilweise über ungutes Geröll, hinauf auf de Scharte "Portonat" auf 1860m Seehöhe. Hier beginnt eine nette Kletterei bis zum Gipfel der "Creta Grauzaria". Wir pausieren ausgiebig und unterhalten uns mit einem Friulaner, der eine halbe Stunde nach uns den Gipfel erreicht. 

Großer Gipfel - kleines Gipfelkreuz


Edelweiß

Gipfelmadonna
Der Abstieg bis zur Schutzhütte ist eher mühsam, dort ist heute richtig viel los - es gibt Livemusik (nicht unser Geschmack), sodass wir ohne Pause zum Parkplatz zurückkehren. Wir fahren bis Moggio Udinese, wo wir uns in Osteria "Agli Artisti"ein feines Mittagessen gönnen.


Freitag, 26. Juli 2019

Jof di Montasio

Den Montasch, den zweithöchste Gipfel der Julischen Alpen, haben Konni und ich schon im Herbst 2011 einmal erklommen, damals über den heute üblichen Normalweg, der für seine 60m lange Leiter (Scala Pipan aus dem 1. Weltkrieg) bekannt ist. Heute starten wir unsere Wanderung wegen der angekündigten Hitze bereits kurz nach halb sechs auf der Pecol Alm. Über die Brazza Hütte führt der Weg zuerst nur sanft ansteigend, bald aber immer steiler werdend in nordwestlicher Richtung hinauf bis zur Scharte "Forca die Disteis". Hier wendet sich der Nomalweg nach Osten. Nach wenigen 100 Metern biegen wir aber nach Norden auf den Findenegg Weg ab.


Über ein paar Felsstufen führt der Weg nun wieder westwärts. Ein langes, flaches Felsband umrundet den Montasch über die Südwestseite und bald gelangen wir in die Findenegg Schlucht. Es beginnt eine nette Kletterei (keine Stahlseile) durch die Schlucht, die noch im Schatten liegt (sehr angenehm). Erst als wir den Gipfelgrat erreichen wird es sonnig und warm. Bis zum Gipfel selbst, den wir heute für uns ganz alleine haben, dauert es jetzt nicht mehr lange. Es ist jetzt kurz nach acht Uhr am Morgen und die Aussicht ist atemberaubend.
Er lässt sich nicht stören.
Am Westgrat des Montasch 
Montaschgifel exklusiv für uns.
Blich nach Osten
Nach einer langen Gipfelrast machen wir uns in östlicher Richtung auf den Weg, um über den Normalweg abzusteigen. Oberhalb der Pipan Leiter begegnen wir den ersten Wanderern. Über die Leiter geht es flott abwärts, wir schwitzen in der prallen Sonnen fast mehr als beim Aufstieg. 



Wie schon vor knapp acht Jahren nutzen wir zum Abstieg das steile Schotterfeld und traben dann über den Aufstiegsweg zur Brazzahütte und zurück auf die Pecol Alm. Von hier wir sind wir dann mit dem Auto in wenigen Minuten am Raibler See, in dem wir ein herrlich erfrischendes Bad nehmen, bevor es nach Tarvis geht, wo wir uns (wie schon so oft) mit einer Pizza belohnen.

Sonntag, 21. Juli 2019

Mallestiger Mittagskogel

Eigentlich wollten wir vor allem Konni's neues Klettersteigset testen, aber schließlich ist doch eine nette Sonntagswanderung daraus geworden. Wir starten um acht beim Gasthof Baumgartner Höhe, der Zustieg zum Rotschitza Klettersteig dauert eine gute halbe Stunde. Der Bach-nahe Steig liegt noch im Schatten, es ist herrlich kühl. Der Steig ist wirklich leicht und auch relativ kurz.




Bald haben wir das Ende des Klettersteiges erreicht und beschließen spontan noch auf den Mallestiger Mittagskogel zu wandern. Meist im Wald und recht steil führt uns das Steiglein in südlicher Richtung bis an die slowenische Grenze.Von hier sind es zum Gipfel nur noch wenige Minuten, vom höchsten Punkt der Wanderung muss an sogar zum Gipfel absteigen.



Wir genießen die wunderbare Aussicht zum Faaker See und rasten ausgiebig. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute (ohne Klettersteig), um halb eins sind wir zurück auf der Baumgartner Höhe.

Samstag, 13. Juli 2019

Sonnenaufgang am Mittagskogel


Wir waren ja in den vergangen Jahren sehr oft auf dem Mittagskogel, allerdings immer am Tag. Die Idee für eine Sonnenaufgangswanderung entstand im Zuge einer Wanderung auf den Mount Sinai im Februar 2019. Der Termin ist lange geplant und die Crew (Stefan und Jonas aus Oberkärnten, Geri, Max, Paul Konni und ich aus Unterkärnten) trifft sich um 2:30 am Parkplatz unter der Bertahütte. Bei der Ankunft schüttet es wie aus Kübeln, ich hab keine Lust auszusteigen, aber nach fünf Minuten lässt der Regen nach bzw. hört bald darauf  auf. Voll motiviert, in Regenbekleidung und mit Stirnlampen stapfen wir bergabwärts.

Die Bertahütte ist bald erreicht, der Himmel klar immer mehr auf. Längst haben wir unsre Regenjacken verstaut, die Temperatur ist ideal zum Wandern. Nachdem wir die "Latschen-Zone" hinter uns gelassen haben, wird es langsam dämmrig. In herrlicher Stille steigen wir weiter aufwärts und nach weniger als zwei Stunden stehen wir am Gipfel.



Im Tal liegt dichter Nebel, der Sonnenaufgang verzögert sich aufgrund von Wolken im Osten auch um wenigstens 20 Minuten. Wir genießen die unglaubliche Stimmung und warten beinahe andächtig auf den Sonnenaufgang. 



Blick in die Julischen Alpen



Nach mehr als einer Stunde am Gipfel machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Wir beobachten etliche Gämsen und kehren schließlich kurz bei der Bertahütte ein. Kurz nach neun sind wir zurück am Parkplatz und machen uns auf den Weg nach Oberkärnten um den Sommertag mit einer netten Grillerei abzuschließen.

Montag, 10. Juni 2019

Monte Chiavals

Von Pontebba fahren wir die kurvenreiche Strecke ins Aupatal bis in den Weiler Frattis, dort biegen wir nach Süden ab und parken am Ende des Fahrweges auf ca. 1100m Seehöhe. Von hier geht es zuerst gemütlich entlang eines Forstweges, den wir aber bald verlassen, um über ein steiles Steiglein nach ca. einer Stunde die Scharte "Forcella alta di Ponte di Muro" erreichen. 



Blick zurück in Aupatal

Weiter geht es in südöstlicher Richtung - teilweise recht steil abwärts und über ausgewaschene Rinnen, aber nach einer halben Stunde beginnt der Weg wieder anzusteigen. Als wir die Scharte "Forcella Chiavals" erreichen töpfelt es leicht, aber der Blick nach Südwesten zeigt uns, dass das erst der Anfang ist.


Blick zum Zuc dal Bor

Monte Chiavals

Der Aufstieg von hier zum Gipfel ist kurz und steil, zum Verweilen ist das Wetter zu ungemütlich. Ob des Regens steigen wir rasch nach Nordwesten bis zu einem Kriegssteig ab, auf dem bis zur "Forcella della Pecora" wandern. Von hier führt eine steile Rinne nach Norden hinunter, etwas mühsam, dafür sind wir sehr schnell wieder zurück am Ausgangspunkt. 
Forcella della Pecora