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Samstag, 14. November 2020

Monte Cregnedul

Wir nutzen den schönen Herbst heute noch einmal für eine Tour in den italienischen Julischen Alpen. Mit Eva, Anna, Tomo & Konni fahren wir zeitig nach Sella Neva. Unser Ziel ist die Pecolalm und die Cima Terra Rossa, die Straße hinauf auf diese Alm ist aber leider ab Sella Neva gesperrt, sodaß wir kurzfristig umdisponieren müssen. Wir parken am nördlichen Ortsrand und beschließen, den Monte Cregnedul zu besuchen. 

Der Weg 625 führt in angenehmer Steigung zuerst in nordöstlicher Richtung, später in nördlicher Richtung durch lichten Wald. Je höher wir kommen, desto sonniger & wärmer wird es. Knapp unterhalb der Waldgrenze sehen wir eine gewaltigen Steinbock im Schatten liegen, offensichtlich ist es dem Tier mit dem Winterfell in der Sonne zu warm..



In zahlreichen Serpentinen wandern wir bei moderater Steigung weiter, erst in Gipfelnähe wird das Terrain etwas felsiger und steiler. Für letzten 20 Höhenmeter benötigen wir sogar die Hände, vor allem weil der Boden durch eine dünne Schnee bzw. Eisschicht sehr rutschig ist. 





Nach ausgiebiger Rast und Jause geht es über die Aufstiegsroute zurück ins Tal. Auch jetzt strahlt noch immer die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel, erst der Parkplatz selbst liegt im kalten Schatten. Die obliagtoriche, kulinarische Belohung holen wir uns in Form von Pizza & Vino beim Raibl in Tarvis.




Samstag, 15. August 2020

Vetta Bella

Der heutige Tag verspricht wieder heiß zu werden, sodass wir schon sehr früh Richtung Tarvis bzw. zum Raibler See aufbrechen. Wir sind zu sechst, neben Eva und Paul haben sich Lissi und ihre Freundin Anna aus der Steiermark angeschlossen. Wir parken kurz nach dem See in einer markanten Linkskurve und steigen dann den Weg 625 entlang des Rio Bianco nach Norden auf. Unmittelbar nach der Hütte "Refugio Brunner" zweigt unser Weg nach halbrechts ab. Durch Latschen geht es zügig bergauf. 


Nach einer kurzen Pause passieren wir eine kurze Kraxel-Passage, die auch von den jungen Damen problemlos gemeistert wird. Auf ca. 1880m wendet sich der Weg nach Westen und wird etwas flacher und nach gut zweieinhalb Stunden erreichen wir den selten besuchten Gipfel.



Es ist nicht wolkenlos, aber dennoch angenehm warm, wir verbringen fast eine Stunde am Gipfel, ehe wir mit dem Abstieg beginnen. Je weiter wir ins Tal kommen, desto wärmer wird es und wir freuen uns schon auf ein kühles Bad im Raibler See.


Anna & die Schlüsselstelle
Aus diesem Bad wird leider nichts! Der See ist restlos zugeparkt, sodass wir gezwungen sind eine Alternative zu suchen. Diese findet sich nach wenigen Kilometern im "Rio Lago" unterhalb von Cave di Predil. Hier sind wir alleine und das Wasser ist herrlich kalt. Wunderbar erfrischt geht es weiter nach Tarvis, wo wir unsere Tour mit einer Pizza abrunden.


Donnerstag, 6. August 2020

Wischberg

Das Wetter ist heute etwas unsicher, dennoch wollen Andreas, Günter und ich unsere geplante Wischberg-Wanderung nicht absagen und fahren um sechs von  Klagenfurt zu Raibler See. In einer markanten Linkskurve wenigen Minuten nach dem See parken wir unser Auto. Über den Wanderweg Nr. 650 bzw. später Nr. 649 geht es in nordwestlicher Richtung flott bergan. 


Nach zwei Stunden erreichen wir die Corsi Hütte, die zu unser aller Verwunderung dieses Jahr geschlossen ist. Wir pausieren nur kurz, weil es hier recht windig ist. Nach der Hütte nehmen wir zuerst den Weg Nr. 625 nach NW, den wir aber bald verlassen und nach Westen abbiegen. 


Über felsendurchsetzte Grashänge steigen wir höher ehe wir auf ca. 2250m Seehöhe zum Einstieg eines kurzen und einfachen Klettersteiges gelangen, der mit einigen Drahtseilen gesichert ist. Die letzten 300 hm bis zum Gipfel führt der Weg durch schuttbedeckte Felsflanken. Am Gipfel selbst ist es leider nebelig, nach kurzer Stärkung machen wir uns auf den Rückweg.


Anders als bei Aufstieg, wandern wir zuerst in südwestlicher Richtung hinab zur Mosescharte (wieder mit kurzer Klettersteig Passage) und von dort ostwärts bzw. südwärts bis zur Corsi Hütte.

Unterhalb der Schutzhütte nehmen wir den Weg Nr. 628a, der steil hinab bis zur Talstation der Materialseilbahn für die Corsi Hütte führt. Von dort steigen wieder ein paar Meter zur "Malga Grantagar" auf, wo wir unsere Elektrolytspeicher aufladen (Radler). Über den Weg 628  - mit ein paar Abschneidern - geht es dann hinab zur Sella Nevea Straße, auf der wir noch gute 1,5km bis zum Parkplatz traben.



Samstag, 26. Oktober 2019

Raibler Seespitz

In dichtem Nebel starten wir Klagenfurt und fahren nach Tarvis und von dort weiter zum Raibler See. Kurz nach dem See - Richtung Sella Nevea - parken wir südlich der Straße am Rand eines ausgretrockneten Bachbettes. Hier ist es wolkenlos und frisch (4°C). Entlang des Bachbettes wandern wir vorerst abwärts, dann wendet sich der Weg im Wald nach Westen und steigt nun an. Bei einer Kreuzung wenden wir uns nach links und wandern nun am Weg Nr. 653. Dieser mündet in ein Steiglein, das in vielen kleinen Kehren steil aufwärts führt. Bis zur Scharte "Sella des Lago" (1714m) wandern wir im Schatten, dann wendet sich der Weg nach Osten, die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel.

Blick nach Norden zum Wischberg
Unterhalb des Grates geht es nunmehr in angenehmer Steigung ostwärts. Vor einer Scharte müssen wir noch rund 50hm absteigen, dann geht es auf der Südflanke einfach bis zum Gipfel.


Wischberg und Raibler See
Mangart & Jalovec

Es ist fast windstill und warm als wir unsere Jausenbrote mit Aussicht auf Mangart und Jalovec verzehren. Der Abstieg über die teilweise steile Auftiegsroute macht wenig Spaß, ausklingen lassen wir unsere Wanderung wie so oft bei einer Pizza in Tarvis.


Sonntag, 1. September 2019

Due Pizzi

Heute fahren wir in Dogna Tal, ein beschauliches Seitental des Kanaltales, das durch eine asphaltierte, alte Kriegsstraße erschlossen ist. Wir starten in der Nähe eines Agriturismo auf 1000m Seehöhe und folgen dann den Weg 605. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir eine Wegkreuzung, an der wir nach links abbiegen. Der Weg wendet sich zuerst leicht abwärts nach Westen, dann wieder nach Norden bald stehen wir am ersten Gipfel, dem Monte Gosadon.




Um zum ersten der beiden "Pizzi" zu gelangen, müssen wir zunächst 100 Hm in eine bewaldete  Scharte absteigen. Von hier geht es dann in flachen Kehren zum Cima Alta, den höheren Gipfel der Due Pizzi.




Dann heisst es wieder kurz absteigen und entlang eines, mit Stahlseilen gesicherten Felsbandes zur Scharte zwischen den Pizzi. Auf der Nordseite durchschreiten wir einen 50 m langen Tunnel aus dem ersten Weltkrieg, bald danach stehen wir am Cima Vildiver, dem kleinen Bruder des Cima  Alta. 






Es ist sonnig und warm, wir genießen unsere Jause mit bester Aussicht auf den Montasch. Danach steigen wir auf die Forchia di Cjanalot  ab. Von der Scharte wandern wir über den Weg 648 in großer Hitze hinab bis wir wieder die
Asphaltstrasse  erreichen, auf der wir dann zurück zum Ausgangspunkt wandern.

Freitag, 26. Juli 2019

Jof di Montasio

Den Montasch, den zweithöchste Gipfel der Julischen Alpen, haben Konni und ich schon im Herbst 2011 einmal erklommen, damals über den heute üblichen Normalweg, der für seine 60m lange Leiter (Scala Pipan aus dem 1. Weltkrieg) bekannt ist. Heute starten wir unsere Wanderung wegen der angekündigten Hitze bereits kurz nach halb sechs auf der Pecol Alm. Über die Brazza Hütte führt der Weg zuerst nur sanft ansteigend, bald aber immer steiler werdend in nordwestlicher Richtung hinauf bis zur Scharte "Forca die Disteis". Hier wendet sich der Nomalweg nach Osten. Nach wenigen 100 Metern biegen wir aber nach Norden auf den Findenegg Weg ab.


Über ein paar Felsstufen führt der Weg nun wieder westwärts. Ein langes, flaches Felsband umrundet den Montasch über die Südwestseite und bald gelangen wir in die Findenegg Schlucht. Es beginnt eine nette Kletterei (keine Stahlseile) durch die Schlucht, die noch im Schatten liegt (sehr angenehm). Erst als wir den Gipfelgrat erreichen wird es sonnig und warm. Bis zum Gipfel selbst, den wir heute für uns ganz alleine haben, dauert es jetzt nicht mehr lange. Es ist jetzt kurz nach acht Uhr am Morgen und die Aussicht ist atemberaubend.
Er lässt sich nicht stören.
Am Westgrat des Montasch 
Montaschgifel exklusiv für uns.
Blich nach Osten
Nach einer langen Gipfelrast machen wir uns in östlicher Richtung auf den Weg, um über den Normalweg abzusteigen. Oberhalb der Pipan Leiter begegnen wir den ersten Wanderern. Über die Leiter geht es flott abwärts, wir schwitzen in der prallen Sonnen fast mehr als beim Aufstieg. 



Wie schon vor knapp acht Jahren nutzen wir zum Abstieg das steile Schotterfeld und traben dann über den Aufstiegsweg zur Brazzahütte und zurück auf die Pecol Alm. Von hier wir sind wir dann mit dem Auto in wenigen Minuten am Raibler See, in dem wir ein herrlich erfrischendes Bad nehmen, bevor es nach Tarvis geht, wo wir uns (wie schon so oft) mit einer Pizza belohnen.

Sonntag, 11. November 2018

Ponza - ein Versuch

Dieser Sonntag im November verspricht noch einaml sonnig und warm zu werden und gut gelaunt fahren wir nach Tarvis und von dort ostwärts zu den Weißenfelser Seen. Die Gipfel der Julier sind noch nebelverhangen, doch wir sind guten Mutes, dass die Sonne den Nebel bald auflösen wird. Vom Parkplatz beim oberern See traben wir zuerst flach Richtung Talschluss, bald biegt aber ein feiner Wandersteig nach Osten ab und in vielen Kehren gehts bis zur, heute geschlossen, Zacchi Hütte.


Hier beginnt ein immer steiler werdender Steig, der nach etwa einer halben Stunde in einen, mit Seilen gesichtern Felsabschnitt mündet. Das Wetter wird leider immer schlechter statt besser, nichtsdestotrotz bleiben wir optimistisch und steigen bis auf eine Seehöhe von 1900 Hm. 


Oberer Weißenfelser See

Wir pausieren und nachdem leichter Nieselregen einsetzt, beschließen wir, umzukehren, zumal der gesamte Gipfelbereich der Ponza in dichten Nebel gehüllt ist. Der Abstieg über die Aufstiegsroute ist mühsam, zumindest der Regen hat aufgehört. Die Piazza in Tarvis genießen wir trotzdem, und bei der Rückfahrt nach KLU scheint sogar wieder die Sonne.

Sonntag, 30. September 2018

Foronon del Buinz

An diesem kühlen Herbstmorgen steigen wir bei drei Grad Außentemperatur auf der Pecolalm oberhalb von Sella Nevea aus dem Auto. Gemeinsam mit einer Wandergruppe aus Wolfsberg traben wir bis zur Brazzahütte, von wo unser Steig in nördlicher Richtung zu den gewaltigen Wänden des Montasch Massives führt. Bald wandern wir in weiten Serpentinen Richtung Cima di Terrarossa. Diesen Gipfel besuchen wir heute nicht, stattdessen zweigt unser Steig auf ca. 2300m Richtung Osten ab. 

Blick nach Westen zumMonte Cimone
Das ist heute unser erstes Ziel
Der Weg führt leicht bergab und bald danach wieder in Serpentinen zur Forcella de lis Sieris. Hier beginnt eine leichte Kletterei, immer wieder mit Stahseilen gesichert, und bald erreichen wir den Gipfelgrat. Direkt über diesen Grat geht es zum Gipfel des Foronon, auf welchem 2010 eine elegantes und gemütliches Biwak (Bivacco Luca) mit acht Schlafplätzen errichtet wurde. Der Ausblick ist atemberaubend. Die Saisera im Norden liegt noch unter Morgennebel, der Fernblick zu Glockner, Mangart oder Monte Canin im Süden ist gewaltig.

Bivacco Luca
Blick zum Monatsch
Wischberg und Grande Nabois
Nach ausgiebiger Pause steigen wir in östlicher Richtung zur Forcella Buinz ab und wandern, die Richtung beibehaltend, weiter bis zur Forca de Val (Cregnedul-Scharte).  Auf Felsbändern führt der Weg nun weiter nach Südosten zum Monte Crenedul.

Weg mit Ausicht!
Der Abstieg vom Crendul zur Focella Lavinal dell'Orso  (Bärenlahnscharte) ist steil und mit etlichen Stahlseilen gesichert. Bald erreichen wir die Scharte und folgen den Wanderwegen 626 bzw. 625 bis zur Crenedul Alm. Von vier traben auf einem Schotterweg zurück zur Pecolalm, die mittlerweile restlos zugeparkt ist.