Samstag, 4. Juli 2015

Mittagskogel Nordostgrat

Der Mittagskogel gehört zu unseren "Stammbergen", sodass wir ihn fast jedes Jahr zumindest einmal besuchen. Heute wollen wir wieder einmal über den Nordostgrat aufsteigen, als wir diese Route im September 2012 wählten (Blogeintrag), war es neblig und kalt. Heute ist das Wetter perfekt, schon vor sieben Uhr haben wir die Bertahütte hinter uns gelassen und blicken auf unseren weiteren Weg.

Nordostgrat

Kurz durch den Wald bzw. durch die "Latschen", dann sind wir am Grat. Konstant steil geht es bergwärts, eine kurze Kletterstelle überwinden wir problemlos. Der Ausblick nach Norden ist phänomenal, auf der Südseite steigt Nebel auf.



Wir kommen gut voran und kurz nach acht erreichen wir das kleine Gipfelkreuz nordöstlich des eigentlichen Gipfels, wo wir ein paar Minuten später eintreffen.



Julische Alpen mit Triglav


Hinunter gehts über den Normalweg, bei der Bertahütte kehren wir kurz ein. Kurz nach elf sind wir zurück im sommerlich heißen Klagenfurt.




Sonntag, 21. Juni 2015

Begunschitza Runde

Zum Abschluss unsres Urlaubs nutzen wir den Sonntag für eine sehr nette Wanderung im Gebiet der Begunschitza. Ausgangspunkt ist wieder einmal der Parkplatz beim Südportal des Loiblpass-Tunnels  - direkt hinter dem Kompass Shop. Ein schöner Steig beginnt am südlichen Ende des Parkplatzes und führt immer fast eben in südlicher Richtung talauswärts. Bald kommen wir zu einem recht langen Felstunnel  - gottseidank haben wir eine Stirnlampe dabei. Dann wendet sich der Weg nach Südwesten und nach genau einer Stunde erreichen wir die "Planina Preval".

Planina Preval 1311m
Hier beginnt der Anstieg zum Gipfel des Begunschitza Rückens. In nördlicher Richtung und konstant steil plagen wir uns das Steiglein nach oben. Erst oberhalb der Baumgrenze wird es etwas flacher, da haben wir aber schon fast den Gipfelgrat erreicht. Auf diesem geht es nun in westlicher Richtung bis zum "Veliki vrh", dem höchsten Punkt unserer heutigen Tour. Die Aussicht ist eher bescheiden, unser Aufenthalt bleibt recht kurz.

Blick auf Vrtaca und Selenica

Blick zum Hochstuhl
Bald steigen wir  - weiter in westlicher Richtung - wieder ab und nach 3/4 Stunden erreichen wir den "Roblekov dom", eine nette Schutzhütte, bei der wir gerne einkehren. Es gibt Suppe und Ritschert - beides sehr gut - Fanta und Lasko Pivo. 
beim Roblekov dom
Von unserer Mittagspause geht der Weg dann über ein gemütliches Steigerl  - nun in östlicher Richtung - zurück zur Planina Preval bzw. von dort wieder zum Loiblpass. Insgesamt sind wir gut sechs Stunden unterwegs - schon kurz nach drei sitzen wir zu Hause bei Kuchen und Kaffee.

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Sonntag, 14. Juni 2015

Profitis Ilias

Der Profitis Ilias ist mit seinen 2404m die höchste Erhebung im Taygetos Gebirge bzw. des Peloponnes. Es ist klar, dass Konni und ich diesen netten Berg auch besteigen möchten, das ist eine schöne Ergänzung zu den römischen Festungen und griechischen Kultstätten, die wir auf unserer 11 tägigen Tour schon besucht haben. Schon früh am Morgen fahren wir von Paleopanagia (unweit von Sparta) auf einer 9km langen Bergstraße bis zur Maganiari Quelle, wo der markierte Wanderweg beginnt.

Schutzhütte
Ein schön angelegter Steig führt durchwegs im Wald bis zur Schutzhütte auf ca. 1550m. Die Hütte ist geschlossen (wird nur auf Anfrage für Gruppen geöffnet), hier wendet sich der Weg nach Nordwesten und oberhalb der Baumgrenze wird es bald recht warm. Wir treffen einige Wanderer, die alle schon beim Absteigen sind, einige haben die Nacht in Zelten am Gipfel verbracht.
Blick zum Gipfel
Bis zum Gipfelgrat sind wir mehr als zweieinhalb Stunden unterwegs, von dort dauert es dann nur noch 30 Minuten, bis wir den "überfüllten" Gipfel erreichen. Ein große Gruppe von jungen Leuten ist gerade dabei eine Steinkapelle zu errichten bzw. zu reparieren, viele dieser Menschen haben offenbar hier oben übernachtet, einige Zelte sind noch aufgebaut. 
Die Aussicht ist toll, aber ob der vielen Menschen bleiben wir nicht allzulange.

Am Profitis Ilias - 2404m
Der Rückweg erfolgt über die Aufstiegsroute und dauert kaum kürzer als der Aufstieg. Wir sind froh, als wir zurück bei der Maganiari Quelle aus unseren Turnschuhen steigen. Wir kühlen unsere Füße und essen eine Orange. Dabei müssen wir ziemlich hungrig aussehen, weil zwei nette ältere Herren uns gleich zu ihrer Jause einladen, die sie im Schatten neben der Quelle genießen. Schafskäse in Palatschinkenteig, Tomaten, Brot, Schafkäse, Kuhmilchkäse und selber gemachter Rotwein - ein TRAUM.

Jause mit Christos und Pitar
Unsere beiden neuen Freunde sprechen NUR griechisch (kein Wort DE oder EN) - was die Konversation etwas schwierig macht. Nichtsdestotrotz verstehen wir uns bestens  - ich nehm mir vor, wirklich anzufangen ihre Sprache zu lernen.  Erst als der "kokkino krassi" leer ist verlassen wir die beiden und machen uns auf den Weg zum nächsten Strand.

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Montag, 25. Mai 2015

Hochobir über Wasserfall

Der Hochobir, einer schönsten Aussichtsberge Unterkärntens, ist ein vielbesuchter Berg, nicht zuletzt deshalb, weil man mit dem Auto bis zur Eisenkappler Hütte (1553m) fahren kann. Auch wir haben diese einfache Variante schon ausprobiert (Blogeintrag 2011), heute aber parken wir unser Auto in Gallizien, genauer gesagt beim Parkplatz des "Wildensteiner Wasserfall", um den Hochobir von der Nordseite zu erwandern.


Wildensteiner Wasserfall
Zuerst in gemütlichen Serpentinen, danach über eine knackige Steilstufe führt der Weg in ziemlich genau südlicher Richtung entlang des Wildensteiner Baches. Am Talschluss wendet sich der Weg kurz nach Osten und nach Erreichen eines kurzen Flachstückes geht es wieder in südlicher Richtung steil bergauf bis zur Seealpe (1700m). Wir erreichen bald die Baumgrenze, wandern nun in westlicher Richtung und sehen nun direkt vor uns den schneebedeckten Gipfel.

Blick auf den Hochobir
Die letzte halbe Stunde bis zum Gipfel gehen wir im frischen Schnee, für den das gewaltige Adriatief der letzten Tage verantwortlich ist. Zu unsrem Glück gibt es schon einen richtigen Trampelpfad durch den Schnee und kurz nach zwölf stehen wir am Hochobir. Die Aussicht ist bescheiden, wir sind trotzdem happy und drei Fotos und einen Apfel später machen wir uns wieder auf den Weg.

Hochobir 2139m
Auf dem Rückweg pausieren wir bei einer netten kleinen Hütte, genießen unsre Jause, bevor wir den steilen Abstieg in Wildensteiner Tal in Angriff nehmen. 


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Sonntag, 17. Mai 2015

Golica (Kahlkogel)

Nachdem der Schnee in den warmen Apriltagen auch in den Karawanken rasch dahingeschmolzen ist, steht unserer ersten Bergwanderung (ohne Skier) in diesem Jahr nichts mehr entgegen. Unser heutiges Ziel ist der Kahlkogel, einer der östlichen Nachbarn des Mittagskogel. Kurz nach acht brechen wir von Rosenbach auf, der einsame Weg in südlicher Richtung beginnt gleich recht steil. Nach 3/4 Stunden erreichen wir die Quelle "Kaltwasser", die ob des regenarmen Frühlings beinahe versiegt ist.
Bildstock bei der Kaltwasserquelle

Nächstes markantes Zwischenziel ist die Quadiaalm auf 1271m, hier blickt schon ein wenig die Sonne aus der Restbewölkung, wir machen eine kurze Trink- und Fotopause.

Auf der Quadiaalm
Der (jetzt breite Forst-)Weg ist für ein Weilchen angenehm flach, aber bald biegen wir in südöstlicher Richtung auf einen Grat, der uns, vorbei an der oberen Quadiaalm, in die recht steile Nordflanke des Kahlkogels führt. In Serpentinen bzw. zum Teil am Grat erreichen wir schnaufend den Gipfelgrat der Karawanken. 
Verfallenes Denkmal an der Staatsgrenze

Bis zum Gipfel des Kahlkogels sind es nur noch ein paar Minuten Wanderung in östlicher Richtung. Dieser ist heute übermäßig frequentiert, weil an diesem Sonntag in Slowenien die traditionelle Narzissenwanderung stattfindet. Auch bei der Kahlkogelhütte (Koča na Golici) ist heute "der Bär los". Hunderte Wanderer haben heute hier herauf gefunden und laben sich (wie auch wir). Wir treffen Robi, Saša und Niko und Mirko (samt Familie), die auch mit den Massen von der Südseite auf die Hütte gewandert sind. 

Bald verabschieden wir uns jedoch und wandern nun in westlicher Richtung und bei herrlichem Sonnenschein nach Westen, um zum Rosenbachsattel zu gelangen. Unterwegs kommen wir immer wieder an Hängen mit wunderschön blühenden Narzissen vorbei.
 
Narzissenblüte in den Karawanken


Vom Rosenbachsattel, den wir nach einer guten Stunde erreichen, haben wir einen wunderbaren Ausblick auf die Roschitzaalm, die in sattem Grün vor uns liegt.
Roschitzaalm vom Rosenbachsattel
Idente Aussicht vom Nov. 2013 (Blogeintrag)
Zuerst hinunter auf die Alm, danach den langen Forstweg durch den Bärengraben - bis zu unsrem Auto, das in Rosenach steht, brauchen wir noch einmal fast zwei Stunden. Als wir kurz nach halb vier aus den Bergschuhen steigen (nach sechs Stunden netto Gehzeit) sind wird rechtschaffen müde - das war ja ein guter Anfang für den heurigen Bergsommer!

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Samstag, 21. März 2015

Selenitza

Während im Tal die Frühlingsboten nicht mehr zu übersehen sind, liegt in den Karawanken noch genug Schnee für ein paar feine Frühlingsskitouren. Heute machen Eva (auf "Osterurlaub" zu Hause) und ich uns vom Südportal des Loibl-Tunnels Richtung Selenitza auf den Weg. Es hat angenehme 7 Grad und die Sonne strahlt vom fast wolkenlosen Himmel. Viele Sportler aus Slowenien und Kärnten haben heute offensichtlich dieselbe Idee wie wir, beim Aufstieg über das ehemalige Skigebiet treffen wir Skitourengeher, Schneeschuhwanderer, Wanderer mit und ohne Steigeisen..... Nach einer Stunde erreichen wir die Gastwirtschaft Smučarski dom, die Biertische vor der Hütte sind gut besetzt, wir aber lassen die Hütte links liegen und wandern in östlicher Richtung weiter.





Bald biegen wir vom Sommerweg auf die Vrtaca nach Norden ab und sobald wir über das Waldgrenze sind, haben wir einen fantastischen Ausblick auf das Karawankenpanorama.



Nach einer kurzen Steilstufe wird der Weg wieder flacher, wir kommen gut voran und nach gut zwei Stunden stehen wir auf der Scharte unterhalb des Selenitza Gipfel und blicken über eine steile Rinne hinab in Bodental.


Wir genießen die Aussicht, verstauen unsere Felle und machen uns bereit für die Abfahrt. Eva - gerade zurück vom Wellenreiten aus Spanien - muss sich noch ein bisschen an die Wintersportgeräte gewöhnen, aber nach ein paar Schwüngen durch den Firn hat sie das Skifahr-Gefühl zurückgewonnen. Nach einem kurzen Boxenstopp beim Smučarski dom folgt die Abfahrt bis zum Loiblpass. Auch hier sind die Schneebedingungen noch immer perfekt - Skifahrer Herz, was willst du mehr. 


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Sonntag, 8. März 2015

Senneshütte

Unser Vater-Sohn-Skitourenwochende in Südtirol, genauer gesagt im Naturpark Fanes-Sennes-Prags haben Paul und ich schon in den Weihnachtsferien geplant; letztes Wochenende dann auch tatsächlich umgesetzt. Paul reist mit der Ferrovia Statale nach Bruneck an, ich mit unsrer beider Skitourenausrüstung mit dem Auto von Klagenfurt. Beim Rifugio Pederù parken wir am späten Nachmittag unser Auto, packen unsren Rucksack und beginnen den Aufstieg zu unserem Quartier - der Senneshütte. Bei minus drei Grad Celsius weht uns beim Aufstieg auch ein unangenehmer Nordwind entgegen, zwischendurch zeigt sich aber auch schon manchmal die Sonne. Zwei Stunden später stellen wir unsre Ski in den beheizten Skiraum und melden uns bei Wirtin Cecila an.

Senneshütte
Wir bekommen ein gemütliches Dopplezimmer mit Dusche und natürlich nehmen wir auch die Halbpension und Anspruch. Ich genehmige mir ein Weizenbier - die Elektrolyt-Speicher für den nächsten Tag müssen wieder aufgefüllt werden. An unsrem Tisch lernen wir Thomas und Katrin aus Dresden kennen, die uns von ihrer Tour auf den Monte Sella de Sennes berichten. Diesen Gipfel wollen auch wir am Freitag vormittag besteigen.

Monte Sella de Sennes

(6.3.2015) Schon kurz nach sieben strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel und nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir kurz neun unsre Tour. Der kalte Nordwind bläst uns weiter um die Ohren, nach wenigen Metern ziehen wir eine zweite Jacke an bzw. setzen uns dicke Mützen auf. Der Weg führt vorbei an der "Munt de Senes" - einer im Winter geschlossenen Hütte - anfangs flach Richtung Westen. Bald erreichen wir die steilen Felsabbrüche des Monte Sella, die wir links umgehen. Es wird zunehmend steiler und bald erreichen wir den Gipfelgrat-Rücken, den wir mit Spitzkehren überwinden. Am Gipfel selbst ist es überraschend warm, der lästige Nordwind ist (wie vorhergesagt) eingeschlafen und wir genießen das gewaltige Bergpanorama.

Monte Sella de Sennes

Die Abfahrt ist vor allem im ersten Abschnitt toll, hier gibts noch Pulverschnee, je weiter wir hinunterkommen, desto schwerer wird der Schnee, im Nachhinein gesehen war es die beste Abfahrt unserer drei Skitourentage. Weil es erst zwölf ist, fellen wir noch einmal auf und besteigen ein nördlichen Nachbarn des Monte Sella. Die steile Ostflanke dieses Berges ist nicht befahrbar, schon während unsres Aufstieges rutschen dort Schneebretter ab. Wir fahren über den Nordgrat bis zur Sennes-Scharte, von dort können wir ungefährdet abfahren. Um halb drei sind wir zurück auf der Senneshütte.



(7.3.2015) Kurz nach neun brechen wir nach Osten auf, der Weg führt ohne große Höhenunterschiede bis zum "Lago Gran de Foses", einem See, dessen genaue Lage und Größe im Winter nur erahnt werden kann. Bis hierher brauchen wir 50 Minuten, jetzt gehts aber steil bergan Richtung "Rote Wand". Erst im Gipfelbereich dieses Berges wird der Weg wieder flacher. Von hier sieht man schon die lange Schulter der "Hohen Gaisl" - unser heutiges Tourenziel. Die letzten 300Hm bis zu Gipfel sind recht anstrengend, aber diese Anstrengung wird reich belohnt. Hier oben auf 2860m ist es wolkenlos und windstill, die Aussicht ist kaum zu beschreiben. Wir bleiben fast eine Stunde hier oben, die Abfahrt ist eher Herausforderung als Vergnügen.

 
Kleine Gaisl

Große Gaisl



(8.3.2015) Heute müssen wir wieder abreisen, aber zuvor wollen wir noch den "Kleinen Seekofel" besteigen. Wir starten bereits kurz nach acht - das Wetter ist unverändert schön - und erreichen nach relativ kurzem Zustieg die steile Südflanke des Seekofels. Ich kämpfe etwas mit der eisigen Aufstiegsspur, aber wir kommen gut voran. Nach knapp anderthalb Stunden stehen wir am höchsten Punkt und genießen noch einmal das Dolomitenpanorama. Auch heute ist die Abfahrt nicht wirklich ein Vergnügen, aber wir sind bald zurück auf der Senneshütte. Wir nehmen ein Abschiedsgetränk auf der Sonnenterrasse, dann packen wir zusammen und fahren ins Tal ab.

Kl. und Gr. Seekofel

Kleiner Seekofel

Nach einer feinen Pizza in Bruneck fahr ich Paul zum Bahnhof - hier trennen sich unsre Wege wieder. Wir sind zwar ein bisschen müde, aber unser Kopf ist voll von tollen Eindrücken.

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