Sonntag, 28. Juni 2020

Monte Amariana

Erst spät entschließen wir uns, den Tag für eine kleine Bergtour in Friaul zu nutzen. Wir fahren in  Carnia von der Autobahn ab und kommen gleich danach in das Dorf Amaro, wo am oberen Ortsrand eine enge Serpentinenstraße beginnt, die uns auf eine Höhe von knapp 1000m bringt. Um 10h starten wir auf dem Weg. Nr. 414, der in NW Richtung in kleinen Serpentinen ansteigt. Es ist richtig heiß in der Sonne, wir schwitzen bergauf. 


 

Auf 1600m beginnt eine kleine gut gesicherte Kletterei, die uns bis zu  Gipfelgrat bringt. Von der Ostseite kommend, stehen wir kurz nach zwölf am Gipfel des Monte Amariana.


Die Aussicht ist durch Dunst und Nebel etwas beschränkt, wir bleiben dennoch eine Stunde am Gipfel, bevor wir über die Aufstiegsroute zum Parkplatz zurückkehren.





Freitag, 12. Juni 2020

Trogkofel

Unsere heutige Frühsommerwanderung auf den Trogkofel startet kurz nach neun auf der Rattendorfer Alm im oberen Gailtal. Begleitet werden wir heute von Paul und seinen Freunden Geri und Tomo, bei fast wolkenlosem Wetter geht in südlicher Richtung über feuchte Almwiesen bergauf.


Bald erreichen wir eine Kreuzung, bei der wir uns für den leichten Klettersteig entscheiden, über den wir unser erstes Zwischenziel - den Zottachkopf - erklimmen wollen. Der Weg ist sehr nett und recht einfach und bald stehen wir am Gipfel.



Die Rast hier bleibt kurz, dann geht es erst mal steil hinab, bevor wir exakt an der Staatsgrenze eine Abzweigung nach links nehmen. In der Folge geht es wieder steil bergauf. Immer auf der italienischen Seite bleibend, führt nun der Steig  in einem ständigen Auf und Ab in der steilen Südflanke des Trogkofelzuges nach Osten. Hin und wieder wieder müssen wir auch die Hände zu Hilfe nehmen. Nach etwa einer Stunde zweigt der Weg nach links in eine steile Schuttrinne ab, durch die es in eine Scharte höher geht. Von hier müssen wir dann eine mit Seilen gesicherte Felsstufe überwinden. Die Burschen schaffen das bravourös, jetzt geht es relativ flach weiter zum Gipfelplateau. Nach etwas mehr als drei Stunden stehen wir am Trogkofel.



 


Für den Abstieg folgen wir zuerst dem Anstiegsweg zurück nach Westen, bei einer Abzweigung nehmen wir den Steig, der nach Süden führt. Dieser Steig führt steil abwärts (mit ein paar leichten Felspassagen) bis zum Karnischen Höhenweg. Auf diesem geht es nun westwärts bis zur Rattendorfer Schneid. Wir wenden uns nach Norden und steigen über Almen hinunter zur Rattendorfer Alm. (Einkehr)


Samstag, 23. Mai 2020

Gemeineck

Heute geht es wieder einmal nach Oberkärnten, genauer gesagt in den  Hintereggengraben, von wo wir auf das Gmeineck wandern wollen. Begleitet werden wir heute von Paul, Markus,  Anna und Tomo, Roxy und Mäx. Vom Parkplatz folgen wir den Schotterweg bis zur Kohlmaierhütte, die leider noch geschlossen ist. Direkt oberhalb der Hütte beginnt der Steig, der steil in nordöstlicher Richtung ansteigt. 


Bei angenehmen Temperaturen kommen wir gut voran, mir kommt das Gmeineck heute gar nicht so "gemein" vor und um halb elf erreichen wir den 2592m hohen Gipfel. Hier oben weht allerdings kräftig der Wind, für die Jausenpause finden wir eine halbwegs windgeschützte Mulde.




Nach ausgiebiger Jausen- und Fotopause wandern wir über die Aufstiegsroute zurück in Tal. Den Abschluss findet unsere heute Tour bei einem verspäteten Mittagessen im "Goldenen Rössl" in Sachsenburg (Danke Tomo). 




Donnerstag, 21. Mai 2020

Hochstuhl

Paul und sein oberösterreichischer Studienfreund Markus ("Baumi") sind ein paar Tage zu Besuch und gemeinsam mit Tomo wollen wir heute den Hochstuhl besteigen. Der Parkplatz im Bärental ist noch spärlich besetzt als wir uns noch vor acht Uhr auf den Weg machen. Der Einstieg zum Hochstuhl Klettersteig ins bald erreicht, wir steigen in die Klettersteigsets. 



Tomo ist etwas verzagt, Kletterei ist nicht seine Domäne, außerdem hat er gestern ein bisschen über Gebühr gefeiert. Aber der Klettersteig ist relativ einfach und auch für Tomo kein Problem. Wir steigen in südlicher Richtung flott bergauf, teilweise liegen noch recht viele Schneereste vom Winter, und nach knapp zwei Stunden stehen wir am Gipfel. 


Sonne gibt es heute leider nicht, weshalb wir bald weiterziehen. Zunächst können wir recht flott über schneebedeckte Ostkar hinunterrutschen, dann geht es immer südlich der Staatsgrenze weiter nach Osten.



Bald kommt ein kurzer Anstieg hinauf zum Bielschitza Sattel. Wir stärken uns und steigen danach über den Südgrat auf die Bielschitza.



Der Abstieg erfolgt über die Klagenfurter Hütte, die so gut besucht ist, dass wir gar nicht versuchen einen Platz zu finden. Gemütlich wandern wir zurück zum Ausgangspunkt.


Sonntag, 10. Mai 2020

Freiberg

Als wir in Zell unsere Schuhe anziehen, nieselt es leicht, trotzdem wandern wir los. Leider wird der Regen stärker, Regenschutz für Mensch und Rucksack helfen. In nordöstlicher Richtung steigen wir den Weg Nr. 603 bis zum Uznikkreuz auf. Nun wechseln wir auf den Weg Nr. 631 (Freiberg) und oberhalb der Nikolaushütte können wir endlich unseren Regenschutz verpacken.

 
 
Bald wendet sich der Weg nach NW, um dann in langen Kehren auf das flachere Gipfelplateau zu führen. In westlicher Richting geht es weiter bis auf den Gipfel des Freibergs (1923m). Es ist frisch, aber wir finden einen windgeschützten Platz für eine Rast mit Jause.



Trockenen Fußes gelagen wir über die Aufstiegsroute zurück nach Zell-Pfarre.

Dienstag, 28. April 2020

Feistritzer Spitze

Wir parken wieder einmal beim bekannten GH Riepl und wandern den breiten Weg bis auf den Luschasattel. Hier biegt der Petzen-Wanderweg nach Südwesten ab und auf der Schotterpiste geht es leicht bergab bis zur Luschaalm. Nun beginnt der Weg langsam zu steigen und nach einem Kilometer biegen wir von der Schotterpiste nach links in ein feines Steigerl, das uns bis zum "Petzenstall" bringt.

Petzenstall
Wir sind nun eine knappe Stunde unterwegs und von hier weg führt der Steig ziemlich optimiert (steil) Richtung Feistritzer Spitze. Die Spuren der beiden verheerenden Stürme sind noch überall sichtbar, immer öfter müssen wir über Schneereste des vergangenen Winters steigen. Zuerst durch Hochwald, wandern wir dann fast 20 Minuten durch die Latschen, bevor wir den Gipfelgrat erreichen. Nach knapp mehr als zwei Stunden stehen wir am Gipfel.

Feistritzer Spitze


Hier ist es windig und frisch, sodass wir uns sofort auf den Rüchweg machen. Anders als beim Aufstieg, wandern wir nun in nordwestlicher Richtung über die Wackendorfer Spitze hinunter auf die Wackendorder Alm. Leider liegt im oberen Bereich noch immer sehr viel Schnee, und das Weiterkommen ist recht mühsam. 
Wackendorfer Alm
Wir machen eine ausgiebige Pause vor der Almhütte und verzehren unsere Jause. Leider weht auch hier ein frischer Wind, sodass wir bald wieder aufbrechen. Ein nicht mehr offiziell makierter Wanderwerg führt uns nun flach in südlicher Richtung bis zu einer markanten Geländekante. Nun geht es in mehreren, steilen Serpentinen bergab, dann wendet sich der, eher selten begangene Steig nach Südosten. Auf konstanter Seehöhe bringt uns das Steiglein (teilweise ausgesetzt) bis auf eine große, vom Sturm gerodete Fläche. Von hier muss man ca. 120 hm aufsteigen, um den neu errichteten Schotterweg zu erreichen.
Statue am Steiglein
Wir wandern über diesen neuen Schotterweg nach Süden und erreichen bald wieder unseren Aufstiegsweg, der uns wieder zurück zum GH Riepl bringt.


Sonntag, 26. April 2020

Kampleck

In den Tauern liegt heuer noch viel Schnee, deshalb haben wir heute eine Route mit Südexposition ausgesucht, die Wahl fiel auf das Kampleck. Mit Leo fahren wir von Kolbnitz in den Riekengraben und parken auf 1400m  bei der Abzweigung zur Raunigalm. Wir überqueren den Riekenbach und wandern in südlicher Richtung gleich einmal abwärts los. Nach ein paar hundert Metern zweigt ein unscheinbares Steiglein steil nach Westen ab. Der Weg ist relativ schlecht markiert, aber nach einer guten halben Stunde erreichen wir einen Querweg, der uns auf die wunderschön gelegene Mattlalm bringt.

Riekengraben 

Grutschnigalm mit Kampleck

 

Mattlalm
 

Oberhalb der Mattlalm steigen wir in NW Richtung weiter bergan, die Schneeflecken nehmen jetzt rasch zu. Über ein großes Schneefeld wandern wir an der Grutschnigalm vorbei, danach folgt eine kleine, etwas steilere Geländestufe. Bald gelangen wir auf den Südgrat des Kamplecks. Der markierte Weg zum Gipfel liegt noch tief unter dem Schnee, wir suchen uns eine eigene Route und bleiben dabei immer nahe dem aperen Südgrat. 




Auch am Gipfel finden wir ein aperes Platzerl, der Blick in die Umgebung sieht noch einigermaßen winterlich aus. Aber es ist nicht kalt und bei Abstieg über die Aufstiegsroute sind die Boten des Frühlings nicht zu übersehen.