Dienstag, 20. Juli 2010

Petzen

Von Sigrid und Sigi zunächst als uninteressant abgelehnt haben wir uns doch zu einer Petzen-Wanderung entschlossen. Von der Bergstation der Kabinenumlaufbahn geht es vorbei an der Bergkapelle St. Anna die Schipiste entlang zur Baumgrenze, wo der Anstieg zum Kniepssattel beginnt. 








Nach ca. 1 Stunde Gehzeit erreichen Sie den Kniepssattel (2034 m.ü.M.) Trotz dichten Nebels besteigen wir optimistisch den Kordeschkopf (2126m), wo uns dichter Nebel empfängt.





Der weitere Weg führt uns zurück auf den Kniepssattel und den Knieps zur Feistritzer Spitze (2113 m) und von dort zur Wackendorfer Spitze (1079m). Das Wetter wird langsam sonnig, wir treten innerhalb von 20 min fast zwei Mal auf eine Höllenotter, die sich aber vor uns fluchtartig in Sicherheit bringen. Unser nächstes Ziel ist die Wackendorfer Alm, wo wir mit Bier und feiner Bretteljause gelabt werden. Der Abstieg bis zur Talstation der Kabinenumlaufbahn ist teilweise recht steil, kurz nach 15 Uhr sind wir wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Ein Gspritzter in St.Michael rundet den gelungenen Ausflug nach SO Kärnten ab.

Samstag, 17. Juli 2010

Staff

Um unsere Kärnten Card ein wenig auszunutzen, fahren wir heute entlang der Goldeck Panorama Straße bis zum ehemaligen Hotel Seetal (hier soll ja ein neues Hotelprojekt geplant sein). Von dort wandern wir beinahe immer horizontal bis zur Gusenhütte. Ein sanft ansteigender Steig (mit einigen Steilstücken am Ende) bringt uns in den Sattel zwischen Stafff unf Eckwand. Geradeaus weiter führt der Weg zum Weißensee, wir biegen aber links zum Staffgipfel ab.





Nach einem kurzem Steilstück erreichen wir den Grat und nach weniger als zwei Stunden (vom Parkplatz) stehen wir vor einem pompösen Gipfelkreuz. 




Wir laben uns mit Hollundersaft und Obst, eine richtige Jause gibt es erst bei der Gusenhütte. Die einheimischen Gäste verbreiten beste Stimmung, der Speck und die Holler/Most Mischung schmecken wunderbar. Am nachhause Weg machen wir einen Abstecher zum Ostufer des Weißensee, wir baden in kristallklarem Wasser bei fast 24°C - das ist ein feiner Abschluss einer Bergtour.

Sonntag, 11. Juli 2010

Vellacher Kocna

An diesem heißen Julitag wollen Konni und ich des Morgens Kühle ausnutzen, um die Vellacher Kotschna (Koncna) zu erwandern. Dieses ruhige Seitental der nördlichen Steiner Alpen ist ein Naturschutzgebiet und (nachdem wir dort waren) wirklich einen Besuch wert. Die Anreise erfolgt über Bad Eisenkappel, kurz vor dem Seeberg biegen wir links in Kotschnatal. Der Anstieg zum Sanntaler Sattel ist anspruchsvoll und am frühen Vormittag (gottseidank) fast immer schattig. Vorbei an der Offerhütte bietet sich im Morgenlicht ein wundervoller Blick auf die Baba (2127m).





Nach gut 2 Stunden erreichen wir den Sanntaler Sattel (1999m) und 10 Minuten später den Seeländersattel (2043m). Von dort gehts Richtung nordwesten auf einen kleinen Vorgipfel der Baba. Unser heutiges Ziel bietet einen gewaltigen Ausblick auf die Steiner Alpen und auch zur Petzen (Bild), wir wissen jetzt, dass hier noch einige Gipfel auf uns warten. Bei Abstieg treffen wir einige Spätaufsteher, die sich in der Juli Hitze nach oben quälen. Wir sind knapp nach 13 Uhr schon wieder zu Hause in Schiefling. 
p.s. Anna und Gernot, danke für die gute Markierung.

Freitag, 18. Juni 2010

Chalchidiki

Nachdem unsere Wanderung durch Istrien ohne größere Blessuren überstanden ist, fahren Konni und ich für 10 Tage nach Nordgriechenland. Nach dem Flug von Wien nach Thessaloniki ist unser erstes Ziel Sithonia, der mittlere Finger der Halbinsel Chalkidiki.




Wir bleiben vier Tage im Dörfchen Vourvourou und erkunden die Halbinsel mit unsrem Fokus. Traumhafte Strände und fast leere Tavernen treffen wir täglich, die Krise ist wirklich spürbar. Unsere Ausflüge bringen uns bis zur Mönchsrepublik Athos und ins chalkidische Hinterland, am Abend gehen wir fein Essen und zur Nachspeise gibt’s ein Fußballmatch. 



Der zweite Teil unserer Reise führt uns an die olympische Küste. Die Quartiersuche bringt uns weit nach Süden (bis Agiokampos, wo noch alle Hotels geschlossen sind), ein unscheinbares Zimmer für zwei Nächte finden wir schließlich in Stomio – direkt am Meer. Der Wirt in der Taverne visavis spricht gut deutsch und serviert uns feinsten Fisch. Ekelhaft sind nur die Gelsen – für eine halbe Stunde beim Dunkel werden. 







Wirklich beeindruckend war unser Ausflug zu den Meteora Klöstern, von wo wir an die Küste zurückkehren. Die Besteigung des Olymp gelingt nur zum Teil, wir schaffen es aber immerhin bis zur Schutzhütte. Unser letzter Abend bringt ein Gewitter mit wunderschöner Stimmung danach.

Sonntag, 28. Februar 2010

Saualm

Eine Skitour auf die Saualm ist eine gemütliche Halbtagessache, wenn man den Weg von der Steinerhütte wählt. Mit Günter und Paul erreichen wir über Eberstein und St. Oswald auf schneefreier Fahrbahn den Ausgangspunkt unserer Tour. Der Himmel ist blau und ein feines Lüftchen weht uns um die Nase. Zuerst gehts ein Stück über eine Piste (der Lift ist noch nicht in Betrieb), dann biegen wir rechts ab und zielen direkt den Grat der Saualm an. Wir kommen zügig weiter, das Wetter wird allerdings immer zugiger. Trotz Sonnenscheins weht uns ein eisklater Ostwind um die Nase.




Ob der herrschenden Verhältnisse verzichten wir auf den Weg zur Ladinger Spitze (2079m). Im Schutz eines Felsblocks am Grat gelingt es uns die Felle im Rucksack zu verstauen und uns mit heißem Tee zu laben. Der Aufenthalt hier bleibt kurz und über Bruch-Harsch fahren wir wieder talwärts. 






Auch die Abfahrt war hier schon schöner. Was solls, bald sitzen wir bei Krapfen und Tee in der Steinerhütte und haben wieder einmal bestätigt bekommen, dass es auf der Saualm oft sau-kalt ist.

Sonntag, 21. Februar 2010

Dobratsch-Zehnernock

Eine Neuschnee Tour auf den Dobratsch ist eine der feinsten Dinge, die man in Zentralkärnten untnehmen kann. Eva und ich starten kurz vor acht am Parkplatz in Heilgengeist, zehn Minuten verlieren wir, weil mein Bindung verstellt ist (ich hab die Skier Michi geborgt und natürlich vergessen die Bindung wieder auf meine Schuhe anzupassen). Trotzdem sind wir bei den Ersten und das Wetter ist echt ein Traum. 





Wir schnaufen uns den Steihang hinauf und manch schneller Tourengeher überholt uns. Der Weg führt immer entlang der Talabfahrt des ehemaligen Skigebietes Dobratsch (wurde als unrentabel und aus Gründen des Grundwasserschutzes eingestellt) und nach 1 1/2 Stunden haben wir die Höhe der Rosstratte erreicht. Eva reicht es für heute, sie setzt sich bei einer Hütte in die Sonne, ich geh noch bis auf den "Zehner". 





Die Abfahrt von dort im 40cm tiefen Neuschnee ist traumhaft, auf dem Weg ins Tal ist die Schneemenge schon fast zu viel (flache Passagen). Hier begegnen wir hunderten, bergwärts strebenden Menschen, die wohl erst am Gipfel sein werden, wenn wir schon wieder zu Hause sind.

Samstag, 13. Februar 2010

Gmeineck

Nachdem unsere letzte gemeinsame Gemeineck-Skitour im Winter 04/05 stattgefunden hat, war es höchste Zeit diesen tollen Berg wieder eimal zu besteigen. Mit Stefan und Leo treffen wir uns beim Kreuz oberhalb vom Kolmwirt und unsere Tour beginnt mit einer 1-stündigen Wanderung-die Skier auf der Schulter-fast bis zur Salentinig Alm. 



Dort schnallen wir unsre Brettln an und vorbei an der Steinbrugger Hütte gehts durch lichten Wald in feinen Serpentinen aufwärts. Es hat vor ein paar Tagen geschneit, aber natürlich gibt es schon eine schön angelegte Spur. Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen ein flache Schulter. Das Flachstück ist aber nur ein kurzes Vergnügen, die Aufstiegsspur wird jetzt zunehmend steiler. Zudem beginnt es aus dichter werdenden Nebel leicht zu schneien und ein kalter Westwind macht's auch nicht gemütlicher. 





Wir "suchen" durch den Nebel zu Gmeineck Gipfel (2592m), der Aufenthalt dort bleibt kurz, eiskalt, Aussicht null. Die ersten 500 HM der Abfahrt sind eine Qual, man sieht im dichten Nebel kaum den Boden. Endlich wird die Sicht besser, die Schneeverhätnisse sind aber auch eher schwierig: schwerer, nasser Schnee der an der Oberfläche leicht angefroren ist. Unsere Jause verzehren wir bei einer kleinen Privat-Hütte oberhalb der Kohlemair Hütte. Den Forstweg entlang können wir aber mit den Skiern bis zum Auto abfahren.