Freitag, 18. Juni 2010

Chalchidiki

Nachdem unsere Wanderung durch Istrien ohne größere Blessuren überstanden ist, fahren Konni und ich für 10 Tage nach Nordgriechenland. Nach dem Flug von Wien nach Thessaloniki ist unser erstes Ziel Sithonia, der mittlere Finger der Halbinsel Chalkidiki.




Wir bleiben vier Tage im Dörfchen Vourvourou und erkunden die Halbinsel mit unsrem Fokus. Traumhafte Strände und fast leere Tavernen treffen wir täglich, die Krise ist wirklich spürbar. Unsere Ausflüge bringen uns bis zur Mönchsrepublik Athos und ins chalkidische Hinterland, am Abend gehen wir fein Essen und zur Nachspeise gibt’s ein Fußballmatch. 



Der zweite Teil unserer Reise führt uns an die olympische Küste. Die Quartiersuche bringt uns weit nach Süden (bis Agiokampos, wo noch alle Hotels geschlossen sind), ein unscheinbares Zimmer für zwei Nächte finden wir schließlich in Stomio – direkt am Meer. Der Wirt in der Taverne visavis spricht gut deutsch und serviert uns feinsten Fisch. Ekelhaft sind nur die Gelsen – für eine halbe Stunde beim Dunkel werden. 







Wirklich beeindruckend war unser Ausflug zu den Meteora Klöstern, von wo wir an die Küste zurückkehren. Die Besteigung des Olymp gelingt nur zum Teil, wir schaffen es aber immerhin bis zur Schutzhütte. Unser letzter Abend bringt ein Gewitter mit wunderschöner Stimmung danach.

Sonntag, 28. Februar 2010

Saualm

Eine Skitour auf die Saualm ist eine gemütliche Halbtagessache, wenn man den Weg von der Steinerhütte wählt. Mit Günter und Paul erreichen wir über Eberstein und St. Oswald auf schneefreier Fahrbahn den Ausgangspunkt unserer Tour. Der Himmel ist blau und ein feines Lüftchen weht uns um die Nase. Zuerst gehts ein Stück über eine Piste (der Lift ist noch nicht in Betrieb), dann biegen wir rechts ab und zielen direkt den Grat der Saualm an. Wir kommen zügig weiter, das Wetter wird allerdings immer zugiger. Trotz Sonnenscheins weht uns ein eisklater Ostwind um die Nase.




Ob der herrschenden Verhältnisse verzichten wir auf den Weg zur Ladinger Spitze (2079m). Im Schutz eines Felsblocks am Grat gelingt es uns die Felle im Rucksack zu verstauen und uns mit heißem Tee zu laben. Der Aufenthalt hier bleibt kurz und über Bruch-Harsch fahren wir wieder talwärts. 






Auch die Abfahrt war hier schon schöner. Was solls, bald sitzen wir bei Krapfen und Tee in der Steinerhütte und haben wieder einmal bestätigt bekommen, dass es auf der Saualm oft sau-kalt ist.

Sonntag, 21. Februar 2010

Dobratsch-Zehnernock

Eine Neuschnee Tour auf den Dobratsch ist eine der feinsten Dinge, die man in Zentralkärnten untnehmen kann. Eva und ich starten kurz vor acht am Parkplatz in Heilgengeist, zehn Minuten verlieren wir, weil mein Bindung verstellt ist (ich hab die Skier Michi geborgt und natürlich vergessen die Bindung wieder auf meine Schuhe anzupassen). Trotzdem sind wir bei den Ersten und das Wetter ist echt ein Traum. 





Wir schnaufen uns den Steihang hinauf und manch schneller Tourengeher überholt uns. Der Weg führt immer entlang der Talabfahrt des ehemaligen Skigebietes Dobratsch (wurde als unrentabel und aus Gründen des Grundwasserschutzes eingestellt) und nach 1 1/2 Stunden haben wir die Höhe der Rosstratte erreicht. Eva reicht es für heute, sie setzt sich bei einer Hütte in die Sonne, ich geh noch bis auf den "Zehner". 





Die Abfahrt von dort im 40cm tiefen Neuschnee ist traumhaft, auf dem Weg ins Tal ist die Schneemenge schon fast zu viel (flache Passagen). Hier begegnen wir hunderten, bergwärts strebenden Menschen, die wohl erst am Gipfel sein werden, wenn wir schon wieder zu Hause sind.

Samstag, 13. Februar 2010

Gmeineck

Nachdem unsere letzte gemeinsame Gemeineck-Skitour im Winter 04/05 stattgefunden hat, war es höchste Zeit diesen tollen Berg wieder eimal zu besteigen. Mit Stefan und Leo treffen wir uns beim Kreuz oberhalb vom Kolmwirt und unsere Tour beginnt mit einer 1-stündigen Wanderung-die Skier auf der Schulter-fast bis zur Salentinig Alm. 



Dort schnallen wir unsre Brettln an und vorbei an der Steinbrugger Hütte gehts durch lichten Wald in feinen Serpentinen aufwärts. Es hat vor ein paar Tagen geschneit, aber natürlich gibt es schon eine schön angelegte Spur. Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen ein flache Schulter. Das Flachstück ist aber nur ein kurzes Vergnügen, die Aufstiegsspur wird jetzt zunehmend steiler. Zudem beginnt es aus dichter werdenden Nebel leicht zu schneien und ein kalter Westwind macht's auch nicht gemütlicher. 





Wir "suchen" durch den Nebel zu Gmeineck Gipfel (2592m), der Aufenthalt dort bleibt kurz, eiskalt, Aussicht null. Die ersten 500 HM der Abfahrt sind eine Qual, man sieht im dichten Nebel kaum den Boden. Endlich wird die Sicht besser, die Schneeverhätnisse sind aber auch eher schwierig: schwerer, nasser Schnee der an der Oberfläche leicht angefroren ist. Unsere Jause verzehren wir bei einer kleinen Privat-Hütte oberhalb der Kohlemair Hütte. Den Forstweg entlang können wir aber mit den Skiern bis zum Auto abfahren.

Samstag, 23. Januar 2010

Stubeck

Das Klagenfurter Becken unter einer dichten Nebeldecke zurücklassend fahren wir auf den Maltaberg, wo wir uns mit Stefan und Leo treffen. In einer der schneebedeckten Kurven der Maltabergstraße müssen Eva und Paul kurz aussteigen aber schließlich erreichen wir mit etwas "glatzerten" Winterreifen unseren Tour-Ausgangspunkt. 





Die Sonne strahlt vom wolkenlosen Winterhimmel, wir starten vorbei an der Kramerhütte nordwärts Richtung Stubeck. Zuerst durch lichten Lärchenwald, nach einer Stunde haben wir Baumgrenze erreicht und sehen bereits den Stubeckgipfel vor uns.






Wir treffen etliche Tourengeher, die von der Kordon Hütte aufsteigen und sind knapp nach 10 Uhr am Stubeck (2370m). Es ist windstill und die Aussicht ist umwerfend. Im Tal liegt das Nebelmeer, wir haben Rundumblick auf die Bergwelt Nordkärntens (z.B. Hochalmspitze). Die Abfahrt ist besonders im unteren Teil herrlich, teilweise treffen wir unverspurte Hänge mit feinem Pulverschnee. Wir kehren auf der Maltaberger Alm ein, und stärken uns mit Apfelsaft, Radler und Skirennen im TV.

Donnerstag, 27. August 2009

Hochalmspitze

Mit Stefan, Leo und zwei Freuden aus Villach (der Jüngere aus Deutschland stammend) starten wir Parkplatz am Fuße des Gösskarspeichers kurz nach Tagesanbruch. Beim Aufstieg zur Gießener Hütte ist es wunderbar kühl, die Sonne beleuchtet erst die Bergspitzen.






Der weitere Weg führt uns westwärts bis zur Winkelscharte (2856m) und von dort entlang des Detmolder Grades Richtung Gipfel (3360m). Vor dem letzten, neu versicherten Gipfelanstieg müssen wir am oberen Rand das Trippkees überqueren, eine steile Gletscherflanke - Steigeisen sind hier Pflicht.







 Um 1/2 10 stehen Stefan und ich am Gipfel, die Aussicht ist (noch) durch Nebel getrübt. Aber ein bisschen Warten macht sich bezahlt, als Leo und  Freunde am Gipfel sind wird's richtig sonnig. Es folgt eine gemütliche Jause und frisch gelabt steigen wir über den Ostgrad und die "Steinernen Mandln" ab. Das berüchtigte Schneefeld darunter ist fein aufgefirnt und relativ gefahrlos zu überqueren. Der Abstieg zur Gießener Hütte stellt kein Problem mehr dar. Wir genießen ein (oder 2?) Bier und freuen uns über die gelungene Tour.

Sonntag, 2. August 2009

Bella Vista - Klettersteig

Nachdem wir den NO-Grat des Mittagskogels sozusagen mit links erklommen hatten, bechließen Eva und ich einen richtigen Klettersteig zu "machen". Gemeinsam mit Stefan fahren wir mit der Reißeckbahn in Kolbnitz bis auf eine Seehöhe von 2200m. Vom Bergrestaurant Reißeck bis zum Einsteig in den "Bella Vista" Klettersteig brauchen wir nur 45 Minuten. Die ersten 20 Meter des Klettersteigs sind gar nicht so einfach, aber für Eva kein Problem. Bei traumhaftem Wetter gehts zügig voran und bald ist der Grat erreicht. 







Die Aussicht ist atemberaubend, bei solchen äußeren Bedingungen macht das Klettern wirklich Spass. Nach circa einer Stunde folgt ein kurzer Abstieg, danach eine wunderschöne Passage im Schwierigkeitsgrad "C". Auch dieses Mal kein Problem für Eva, im Gegenteil gerade die schwierigeren Passagen machen ihr besonders Spass. 





Vom Ende des Klettersteigs bis zum Gipfel sind es nur mehr wenige Meter - jetzt gibts die wohlverdiente Jause mit Panoramablick (2774m). Der Abstieg über den Normalweg ist problemlos. Wir kehren auf der Reißeckhütte ein und um 14 Uhr fahren wir wieder ins Tal.